Das Berufsorientierungsprogramm (BOP)

Das Berufsorientierungsprogramm (BOP) ist das Programm zur "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten". Es wurde im Jahr 2008 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufen.

 

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Das Berufsorientierungsprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klasse aller Schulformen. Die Schülerinnen und Schüler erkunden zunächst ihre Stärken in einer Potenzialanalyse, dann testen sie in den Werkstatttagen verschiedene Berufsfelder aus.


Viele Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich im Berufsorientierungsprogramm (BOP) zum ersten Mal mit der Frage: „Was will ich später beruflich machen?“ Genau das ist das Ziel des Programms: die jungen Menschen anregen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und zwar in echten Werkstätten, in denen die Jugendlichen austesten können, worin sie gut sind und was ihnen Spaß macht.

Die Potenzialanalyse hilft Jugendlichen dabei, sich ihrer Interessen und Fähigkeiten bewusst zu werden. Untersucht werden soziale, personale und methodische Kompetenzen, die im Alltags- und Berufsleben von Bedeutung sind. Dazu gehören z.B. Problemlösefähigkeit, Zuverlässigkeit, Selbstvertrauen oder Team- und Kommunikationsfähigkeit.

Die Potenzialanalyse ist handlungsorientiert angelegt: in praktischen Übungen bewältigen die Schülerinnen und Schüler Situationen aus dem Alltag und der Arbeitswelt. Sie werden dabei von geschultem Personal beobachtet. Die verschiedenen Übungen regen die Jugendlichen auch dazu an, sich mit ihren beruflichen Interessen und Neigungen zu beschäftigen. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse werden schriftlich festgehalten und mit den Jugendlichen in Einzelgesprächen besprochen. Die Ergebnisse können im Anschluss, zum Beispiel von den Schulen, als Grundlage für eine individuelle Förderung der Jugendlichen verwendet werden.

Die Potenzialanalyse ist keine Leistungsbeurteilung, bei der schulisches Wissen abgefragt wird. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Fähigkeiten und Potenziale in ihnen stecken und wie diese noch weiter ausgebaut werden können. Durchgeführt wird die Potenzialanalyse ab der zweiten Hälfte der 7. Klasse. Sie dauert zwei Tage und findet in den Räumlichkeiten des Bildungszentrums der Handwerkskammer Rheinhessen Mainz statt.



Die Werkstatttage finden in der Regel im Schulhalbjahr 8/1 oder 8/2 statt. Während der Werkstatttage sind die Schülerinnen und Schüler über einen Zeitraum von 2 Wochen in den Werkstätten der Handwerkskammer Rheinhessen. Hier können sie selber Hand anlegen, zum Beispiel fertigen Sie im Berufsfeld Bau ein kleines Fliesenmosaik, im Berufsfeld Elektro ein Geschicklichkeitsspiel an und lernen so die Berufsfelder praktisch kennen. Neben klassischen handwerklich-technischen Berufsfeldern, können sie auch ein Berufsfeld aus dem Dienstleistungsbereich erkunden. Insgesamt lernen die Schülerinnen und Schüler in den 10 Tagen 4 Berufsfelder kennen.

Die Angebote der Handwerkskammer Rheinhessen Mainz erstrecken sich auf folgende Gewerke:

  • Metall/KFZ,
  • Elektro,
  • Friseur/Kosmetik,
  • Wirtschaft/Verwaltung und
  • Bau.

Die Jugendlichen werden während der Werkstatttage von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern angeleitet und erhalten regelmäßig Rückmeldung zu ihren Stärken in jedem Berufsfeld. Die Jugendlichen erhalten eine erste konkrete Vorstellung davon, was im späteren Berufsleben auf sie zukommt und wofür schulisches Lernen wichtig ist.

Das Berufsorientierungsprogramm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Betreuung des Programms ist im Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn angesiedelt.

 

Falls Sie Interesse oder Fragen zum Berufsorientierungsprogramm bei der Handwerkskammer Rheinhessen haben, wenden Sie sich bitte an

 

Sarah Iken

Fon (06131)5801251
Fax (06131)5801241
s.iken@hwk.de