Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Zum 1. April 2012 trat in Deutschland das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen - kurz Anerkennungsgesetz - in Kraft. Hierdurch können unter bestimmten Voraussetzungen ausländische Berufsabschlüsse anerkannt werden.

Die Handwerkskammer Rheinhessen ist dann zuständige Stelle, wenn Sie in Rheinhessen wohnen, arbeiten oder zukünftig arbeiten möchten. Weiterhin ist die Handwerkskammer Rheinhessen nur für Handwerksberufe zuständig.

Was müssen Sie für eine Gleichwertigkeitsprüfung tun?

1. Vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin 

Wir empfehlen Ihnen, vorab einen Beratungstermin zu vereinbaren.

2. Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zur Beratung mit:

  • Ausweis oder Pass
  • Nachweis über Ihren ausländischen Berufsabschluss in deutscher Sprache
  • Arbeitszeugnisse über einschlägige Berufserfahrungen in deutscher Sprache
  • Tabellarische Auflistung Ihrer einschlägigen Berufserfahrungen, absolvierten  Ausbildungsgänge, Tätigkeiten und Fortbildungen in deutscher Sprache 

Bitte beachten Sie, dass Ihre Unterlagen von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellt sein müssen.

3. Stellen Sie einen Antrag auf eine Gleichwertigkeitsfeststellung

Zum Start des Verfahrens müssen Sie einen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung stellen. Dies ist auch im Anschluss an unsere Beratung möglich. Das Antragsformular finden Sie hier. 

Weitere Informationen erhalten Sie bei uns und auf folgenden Internetseiten:

  • Wir überprüfen, ob wesentliche Unterschiede zwischen Ihrer Berufsqualifikation und dem deutschen Berufsabschluss bestehen. Eventuell wird dies auch im Rahmen einer Qualifikationsanalyse geprüft.

Was erhalten Sie am Ende des Verfahrens?

  • Sie erhalten am Ende einen Bescheid über das Ergebnis des Verfahrens, um Ihre Berufsqualifikation auf dem deutschen Arbeitsmarkt besser nutzen zu können. Ein deutsches Prüfungszeugnis wird nicht verliehen. Dieses erhält man nur nach dem erfolgreichen Absolvieren einer deutschen Gesellen- oder Meisterprüfung. 

Was kostet das Verfahren? 

  • Das Verfahren ist gebührenpflichtig, die Kosten sind von Ihnen zu tragen. 
  • Für die Durchführung der Gleichwertigkeitsprüfung und die Erstellung des Bescheides wird regelmäßig eine Gebühr in Höhe von mindestens 300,00 € erhoben.

Soweit neben der Überprüfung schriftlicher Nachweise eine Qualifikationsanalyse erforderlich ist, werden die dadurch entstehenden Kosten als Auslagen zusätzlich in Rechnung gestellt.