Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) beinhaltet ein betriebliches Langzeitpraktikum von mindestens 6 bis maximal 12 Monaten. Eine Übernahme in Ausbildung sollte vom Unternehmen angestrebt werden. EQ dient der Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit. Die Inhalte orientieren sich an den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe. Mit einer hohen Übergangsquote in betriebliche Berufsausbildung hat sich die EQ in den vergangenen Jahren als ein erfolgreiches Instrument zur beruflichen Integration junger Menschen und zur Stabilisierung und Ausweitung betrieblicher Berufsausbildung erwiesen.

Vorteile für Unternehmen: Sie lernen künftige Auszubildende und deren Leistungsfähigkeit in der betrieblichen Praxis kennen. Sie haben die Möglichkeit, die EQ-Teilnehmerin bzw. den EQ-Teilnehmer praxisnah zur Ausbildung hinzuführen. Wenn Sie bisher nicht oder nicht mehr ausgebildet haben, können Sie mit EQ den (Wieder-) Einstieg in die Ausbildung erproben. Eine Substitution von Ausbildung durch EQ darf aber nicht stattfinden.

Über aktuelle und passende EQ-Stellen oder EQ-Interessenten informieren die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Rheinhessen. Weitere Informationen finden Sie auch Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Das Weiterbildungsstipendium unterstützt junge berufliche Talente, die nach einer Berufsausbildung noch mehr erreichen wollen. Das Stipendium hilft bei der Finanzierung von fachlichen und fachübergreifenden Weiterbildungen nach eigener Wahl. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein berufsbegleitendes Studium bezuschusst werden.

Das Stipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Jährlich erhalten rund 6.000 Berufseinsteiger ein Stipendium. Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) koordiniert im Auftrag und mit Mitteln des BMBF bundesweit die Durchführung durch die Kammern und weitere Berufsbildungsstellen.

Kann ich mich bewerben?

Sie haben drei Möglichkeiten, Ihre Qualifizierung für das Weiterbildungsstipendium nachzuweisen:

1. Sie haben Ihre Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten bestanden oder Sie sind bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb unter die ersten Drei gekommen oder Sie weisen Ihre besondere Qualifikation durch einen begründeten Vorschlag Ihres Arbeitgebers oder der Berufsschule nach.

2. Bei der Aufnahme in das Programm müssen Sie grundsätzlich jünger als 25 Jahre sein. Durch Berücksichtigung von Anrechnungszeiten können bis zu drei Jahre hinzugerechnet werden.

3. Zum Zeitpunkt der Bewerbung müssen Sie entweder mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden berufstätig sein oder bei der Arbeitsagentur als arbeitssuchend gemeldet sein. Vollzeitstudierende ohne regelmäßige Berufstätigkeit und Hochschulabsolventen /-innen können nicht aufgenommen werden.

Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind anspruchsvolle - in der Regel berufsbegleitende - Weiterbildungen:

- Lehrgänge zum Erwerb fachbezogener beruflicher Qualifikationen,

- Vorbereitungskurse auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung, z. B. Meister/-in, Techniker/-in, Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in, Fachkaufmann/Fachkauffrau,

- Seminare zum Erwerb fachübergreifender und sozialer Kompetenzen, z. B. Fremdsprachen, IT-Themen, Gesprächsführung, Konfliktmanagement,

- berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung oder Berufstätigkeit aufbauen.

Welche Zuschüsse kann ich erhalten?

Ist die Maßnahme förderfähig, dann kann ich folgende Zuschüsse beantragen:

- Teilnahmekosten

- Prüfungskosten

- Fahrtkosten

- Übernachtungs- und Tagegeld

- Notwendige Arbeitsmittel

- IT-Bonus

Für o. g. Kosten stehen Ihnen in maximal drei Jahren bis zu 7.200 EUR - bei einem Eigenanteil von 10 % pro Maßnahme - zur Verfügung. Die Förderung muss vor Beginn jeder Weiterbildung bei der Handwerkskammer Rheinhessen beantragt werden.

Mehr zum Thema: http://www.begabtenfoerderung.de/

Betrieben, die nicht sämtliche Ausbildungsabschnitte der jeweiligen Ausbildungsordnung selbst vermitteln können, wird die Möglichkeit eingeräumt, sich im Rahmen eines sogenannten Ausbildungsverbundes an der Ausbildung zu beteiligen.
Der Lehrling muss mindestens drei Monate im Verbundbetrieb verbringen. Hier gibt es einen Zuschuss von 2.500 Euro. Voraussetzung für die Förderung ist, dass erstmalig im Verbund ausgebildet wird oder bei bereits bestehenden Verbünden es sich um einen zusätzlichen Ausbildungsplatz handelt.
Informationen zum Zuschussprogramm der ISB-Bank zur Förderung von Ausbildungsverbünden www.isb.rlp.de

Arbeitgeber können eine Förderung beantragen, wenn sie für Jugendliche, die ihren Ausbildungsplatz wegen Insolvenz, Stilllegung oder Schließung des Ausbildungsbetriebes verloren haben, betriebliche Ausbildungsplätze bereitstellen.
Diese Förderung kann entweder über den sogenannten Ausbildungsbonus des des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie oder das Zuschussprogramm der ISB-Bank erfolgen.
Informationen zum Ausbildungsbonus Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Informationen zum Zuschussprogramm der ISB-Bank zur Einstellung von Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben www.isb.rlp.de
Der Zuschuss der ISB für Lehrlinge aus Insolvenzbetrieben bleibt ebenfalls weiter bestehen. Damit soll Auszubildenden, die aufgrund einer Insolvenz oder Schließung des bisherigen Betriebes ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, die Möglichkeit gegeben werden, diese in einem anderen Betrieb zu beenden. Die Förderung erfolgt als Zuschuss für den neuen Ausbildungsbetrieb, beträgt 2.500 Euro je Ausbildungsverhältnis und der Antrag muss spätestens drei Monate nach Beginn im neuen Betrieb gestellt werden.

“PLW - Profis leisten was“

Seit 1951 wird der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgetragen, bis 2006 unter dem Namen "Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend", kurz PLW. Das Kürzel wird weiterhin genutzt: „PLW – Profis leisten was“. Hand in Hand mit dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks vollzieht sich der Wettbewerb "Die gute Form".

Wer kann teilnehmen ?

Junge Handwerker oder junge Handwerkerinnen, die zum Zeitpunkt der Gesellenprüfung nicht älter als 25 Jahre sind (in besonderen Fällen bis 28 Jahre) und die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben bzw. kurz vor der Gesellenprüfung stehen und ein hervorragendes Ergebnis erzielt haben bzw. erwarten.
Die Wettbewerbsteilnehmer/innen treten zunächst im Bezirk ihrer Handwerkskammer zum Leistungsvergleich in ihrem Beruf an. Als Kammersieger treten Sie dann zum Landeswettbewerb an. Für die Landesbesten geht`s weiter auf Bundesebene. In einigen Berufen kann man sich für die europäischen Berufswettbewerbe qualifizieren.

Startschuss für den Wettbewerb ist nach den Gesellenprüfungen im Sommer!

Was bringt`s ?

Die Teilnehmer/innen stellen sich der besonderen Herausforderung eines Wettbewerbs. Sie stellen damit ihre hohe fachliche Qualifikation und Leistungsbereitschaft unter Beweis. Hiermit dürften sie bei zukünftigen Arbeitgebern besonders punkten.

Die erfolgreichen Teilnehmer/innen erhalten neben Urkunden Weiterbildungsgutscheine. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Antrag für ein Stipendium bei der „Stiftung für Begabtenförderung berufliche Bildung“ zu stellen.

Wie geht`s ?

Mögliche Kandidaten melden sich bei der Handwerkskammer.