Allgemeine Informationen zur Meisterprüfung

Im Zusammenhang mit der Ausbildung zum Meister ergeben sich einige Fragen, die im Folgenden beantwortet werden:

  • Warum sollte man die Meisterprüfung ablegen?
  • Was sind die Inhalte der Meisterprüfung?
  • Wie läuft die Meisterprüfung ab?
  • Was kostet die Ausbildung zum Meister?
Öffnet internen Link im aktuellen FensterInformationen zu Meisterkursen

 

 

Sie interessieren sich für die Meisterprüfung - und das mit gutem Grund, denn viele Argumente sprechen nach wie vor für die Meisterprüfung.

Dabei unterstützt Sie die Handwerkskammer Rheinhessen mit ihrem Fachbereich Meisterprüfung von der Anmeldung, einen eventuellen Kursbesuch, der Prüfung bis hin zur Meisterfeier mit einem breiten Beratungs- und Betreuungsangebot.

Interessant dabei:
der Staat gibt 30,5 % als Zuschuss dazu - für den verbleibenden Rest erhält man ein günstiges Darlehen, das mindestens zwei Jahre zins- und tilgungsfrei gestellt ist.

Bei bestandener Meisterprüfung werden dann noch einmal vom verbleibenden Darlehen 25 % erlassen.

Noch interessanter:
man kann neuerdings die Meisterprüfung sofort nach der Gesellenprüfung beginnen- ohne Wartezeit wie früher.

Weitere Informationen zur Meisterausbildung erhalten Sie vom Fachbereich Meisterprüfung. Beachten Sie bitte auch den gesonderten Button für das Hörgeräteakustiker-Handwerk.

  1. Der Meisterbrief im Handwerk ist und bleibt ein wichtiges persönliches Qualifikationszertifikat.
  2. Wer Führungsverantwortung übernehmen und ein höheres Einkommen erzielen möchte, braucht die Meisterqualifikation.
  3. Meisterbetriebe gehen deutlich seltener in die Insolvenz als andere Betriebe.
  4. Existenzgründer mit Meisterbrief bekommen eher die nötigen Bankkredite.
  5. Meister bilden qualitativ hochwertig aus. In der Meistervorbereitung lernen Sie wie man leistungsfähigen und motivierten Nachwuchs ausbildet und bindet.
  6. Meister genießen bei den Mitarbeitern im Betrieb ein höheres Ansehen und verfügen deshalb über eine höhere Akzeptanz.
  7. Handwerksmeister haben die Berechtigung, auch ohne Abitur an einer Universität oder Fachhochschule zu studieren.

Übrigens.....

man kann neuerdings die Vorbereitung zur Meisterprüfung sofort nach der Gesellenprüfung beginnen!

Die handwerkliche Meisterprüfung ist nach wie vor eine der umfassendsten Prüfungen im deut­schen Berufsbil­dungs­system. Im Rahmen der Meisterprüfung müssen sowohl fachspezifische, als auch betriebswirtschaftliche und arbeitspädagogische Kenntnisse nachgewiesen werden. Sie gliedert sich in vier selbständige Teile, die entweder zusammenhängend oder auch abschnittsweise abgelegt werden können. Die Inhalte der Prüfungen in der Fachpraxis und Fachtheorie regeln die "Verordnungen über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung" in den jeweiligen Handwerken.

Folgende Inhalte werden geprüft:

a) Fachpraktische Prüfung (Teil I)

Die fachpraktische Prüfung besteht in der Regel aus der Anfertigung eines Meisterprüfungsprojektes und/oder der Lösung einer Situationsaufgabe - dies soll einem konkreten Kundenauftrag entsprechen - und einem darauf bezogenen Fachgespräch.

b) Fachtheoretische Prüfung (Teil II)

Die Prüfung im Teil II der Meisterprüfung soll den Nachweis liefern, dass der Prüfling in der Lage ist, technologische, ablauftechnische, verfahrenstechnische, werkstofftechnische und mathematische Kenntnisse zu verknüpfen, um Probleme zu lösen und deren Lösung dokumentieren zu können.

c) Prüfung Teil III
 (betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse) und Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik) der Meisterprüfung

Im einzelnen um­fassen diese Prüfungen im Teil III folgende Fächer:

  • Grundlagen des Rechnungswesens und Controlling
  • Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
  • Rechtliche und steuerliche Grundlagen.

Der Teil IV besteht aus folgenden Fächern:

  • Allgemeine Grundlagen
  • Planung der Ausbildung
  • Einstellung von Auszubildenden
  • Ausbildung am Arbeitsplatz
  • Förderung des Lernprozesses
  • Ausbildung in der Gruppe
  • Abschluss der Ausbildung

Grundsätzlich kann die Meisterprüfung in zwei Abschnitte unterschieden werden:

Zum einen gibt es den Abschnitt Teile I und II der Meisterprüfung (Fach praxis und Fachtheorie) , um anderen den Abschnitt Teile III und IV der Meisterprüfung (kaufmännischer und berufserzieherischer Teil).
Unsere Vorbereitungskurse sind so organisiert, dass ein Prüfungskandidat zunächst mit den Teilen III und IV der Meisterprüfung nach den Sommerferien Ende August beginnt und im Juli des darauf folgenden Jahres die dazugehörige Prüfung ablegt.
Nach einer mindestens dreiwöchigen Pause läuft im August/September der Vorbereitungskurs für die fachtheoretische Prüfung an, wobei hier in fast allen Handwerken auch Inhalte der praktischen Prüfung behandelt werden.
Grundsätzlich ist aber auch eine andere Reihenfolge denkbar, hierzu -wie zur Beratung bei der Combination Teilzeit/Vollzeit -gibt Ihnen unsere Meisterprüfungsabteilung weitere individuelle Auskünfte. 

Kursorte - Wo finden die Kurse statt?
Die kaufmännischen Kurse wie auch die Fachvorbereitungskurse finden üblicherweise im Raum Mainz statt. Für die Prüfungskandidaten im Raum Worms bieten wir als besonderen Service auch einen Teilzeitkurs für Teil III und IV der Meisterprüfung in Worms an.
In der Regel werden die Prüfungen nach Kursende durchgeführt, wobei alle Prüfungen im Raum Mainz stattfinden.

Das anvisierte Ziel

Nachdem Sie nach einer Teilprüfung einen oder mehrere Teile der Meisterprüfung bestanden haben, teilen wir Ihnen umgehend das Ergebnis in Form eines Teilzeugnisses mit.
Nach erfolgreicher Ablegung aller Prüfungsteile (Teil I bis IV) erhalten Sie als Nachweis der bestandenen Prüfung das MEISTERPRÜFUNGSZEUGNIS.
Der hierzu gehörende MEISTERBRIEF wird Ihnen im Rahmen der Meisterfeier überreicht (üblicherweise im Mai/Juni eines jeden Jahres, der genau Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben).
Für viele Handwerke sind mit den Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz gemeinsame Meisterprufungsausschüsse gebildet worden, für manche Handwerke existieren sogar nur in anderen Bundeslandern Melsterprufungsausschüsse. Nähere Einzelheiten hierzu bitten wir bei unserer Meisterprüfungsabteilung zu erfragen.
Dabei ist es durchaus machbar, dass Sie die Teile III und IV in Mainz absolvieren und die Teile I und II in einem bei uns nicht angebotenen Handwerk bei einer anderen Kammer fortsetzen oder umgekehrt.
Sie sollten aber mit der betreffenden Kammer frühzeitig, d.h. vor dem Besuch unseres Vorbereitungskurses Teile III und IV, abklären, ob und wann dort der Kurs Teil I und II stattfindet damit Sie eine optimale zeitliche Abfolge in Ihrem Prüfungsverfahren erreichen. Es ware sicher argerlich, wenn Sie Ihr Meisterprüfungsverfahren nach bei uns absolviertem Teil III und IV für ein Jahr oder gar länger unterbrechen müssten, weil an einer anderen Kammer kein Folgekurs angeboten würde. Zudem kann es Probleme mit dem Meister-BAFöG geben wenn Fristen (3-4 Jahre) überschritten werden.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen biten wir unsere Prüfungsanwärter/innen sich für die Teilzeitkurse bis jeweils 15.Mai des laufenden Jahres anzumelden. Nach diesem Termin eingehende Anmeldungen werden bei freien Teilnehmerplätzen gerne noch angenommen.
Die Anmeldung für unsere Vollzeitkurse erfolgt 2 Monate vor Kursbeginn, bei freier Kapazität ist auch eine kurzfristige Anmeldung möglich.

Mit bereits bestandener Meisterprüfung in einem anderen Handwerk wird man von der Ablegung der Teile III und IV befreit.
Eventuell kann auf Antrag von dem zuständigen Meisterprüfungsausschuss darüber hinaus auch von der Ablegung von gleichartigen Prüfungsfächern ganz oder teilweise befreit werden.

Mit dem Abschluss staatl. geprüfter Kraftfahrzeug-Servicetechniker kann von der Prüfung im Teil I befreit werden, wenn die Meisterprüfung im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk angestrebt wird.

Die Befreiung von der Prüfung im Teil IV kommt auch für solche Bewerber in Betracht, die bereits eine bestandene Prüfung nach der "Ausbilder-Eignungsverordnung" (den sogenannten AdA-Schein) vorweisen können.

Mit bestandener Diplom- oder Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule, oder eine Abschlussprüfung an einer deutschen staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschule kann diese Prüfung als Befreiungsgrund für die Prüfung im Teil II (Fachtheorie) anerkannt werden, wenn bei der abgelegten Prüfung mindestens die gleichen Anfrderungen gestellt werden, wie in der Meisterprüfung.

Dies gilt in einigen wenigen Fällen auch für den Teil III (Prüfung der wirtschaftlchen und rechtlichen Kenntnisse) der Meisterprüfung.

Über die Befreiung entscheidet der Meisterprüfungsausschuss im Einzelfall.

Dateiname Größe Aktualisiert
Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung 245 KB 16.12.2016 09:01
Dateiname Größe Aktualisiert
Informationen zur Meisterprüfung 228 KB 17.12.2015 12:22
Meister BAFöG 141 KB 17.12.2015 12:22
Meisterbonus 73 KB 17.12.2015 12:22
Qualitätsmeister 2 MB 17.12.2015 12:22