Diese Website verwendet Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie diese Webseite nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies.


Warnung vor Datenschutzauskunft-Zentrale

Erstellt von Jürgen Schüler | |   Aktuelles aus der Kammer

Derzeit erhalten viele Unternehmen per Fax ein Schreiben einer “Datenschutzauskunft-Zentrale” auf dessen beigefügtem Formular Angaben zum Betrieb gemacht werden sollen. Warum? “… um Ihrer gesetzlichen Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes nachzukommen und die Anforderungen der seit 25.05.2018 geltenden europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zu erfüllen.”

Es soll damit der Eindruck erweckt werden, dass man aus Datenschutzgründen die erbetenen Angaben machen muss. Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, wird eine enge Frist gesetzt und eine „gebührenfreie“ Nummer einer “EU-weiten zentralen Fax-Stelle” angeboten.

Die Empfänger sollen darüber getäuscht werden, dass sie eine kostenpflichtige, überteuerte und völlig unnütze Leistung für 1.494 € bestellen, sollen. Nach der DSGVO ist niemand dazu verpflichtet, Angaben über seinen Betrieb an eine “Datenschutzauskunft-Zentrale” zu übermitteln.

Wie soll man reagieren?

Unternehmen, die ein solches Schreiben erhalten hat, sollte dieses auf keinen Fall unterschrieben zurücksenden. Wer das Fax bereits ungelesen unterschrieben und zurückgeschickt hatte, sollte seine Erklärung umgehend widerrufen und dieses hilfsweise wegen arglistiger Täuschung anfechten.

Rechnungen der Datenschutzauskunft-Zentrale sollten nicht bezahlt werden, sondern die Forderungen nach Widerruf und Anfechtung bestritten werden. Bereits geleistete Zahlungen sollten zurückgefordert werden. Ebenso ist es möglich eine Strafanzeige wegen des Verdachts des (versuchten) zu stellen.

Hilfe erhalten Sie beim Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit der Handwerkskammer Rheinhessen, Herrn Jürgen Schüler (j.schueler@hwk.de), Tel. (06131) 9992-61

 

 

Zurück