Die Handwerkskammer

Die Handwerkskammer ist die gesetzliche Berufsstandsvertretung des Gesamthandwerks im Kammerbezirk. Ihr gehören alle Betriebe an, die ein Handwerk oder ein handwerksähnliches Gewerbe im Kammerbezirk betreiben, sowie deren Gesellen, andere Arbeitnehmer mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Lehrlinge.

Beiträge muss jeder in die Handwerksrolle oder in das Verzeichnis der Inhaber handwerksähnlicher Betriebe eingetragene Betrieb nach einem von der Vollversammlung beschlossenen und von der Aufsichtsbehörde genehmigten Beitragsmaßstab entrichten.

Organe der Handwerkskammer sind:

  • die Vollversammlung,zusammengesetzt aus gewählten Vertretern des gesamten Handwerks im Kammerbezirk,
  • der Vorstand, zusammengesetzt aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und weiteren Mitgliedern laut Satzung, sowie
  • Ausschüsse, die von der Vollversammlung gewählt werden.

Die Handwerkskammer ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Zu ihren Aufgaben gehören:

  • die Interessenvertretung des gesamten Handwerks,
  • die wirtschaftliche Förderung des Handwerks auf allen einschlägigen Gebieten,
  • die Rechtsaufsicht über Innungen und Kreishandwerkerschaften und
  • die Erfüllung von Selbstverwaltungsaufgaben des Handwerks.
  • Wir, die Mitarbeiter der HWK Rheinhessen, denken und handeln in gemeinsamer Verantwortung, um die individuellen Ziele von unseren Handwerksbetrieben, Kunden und Mitarbeitern in gleichem Maße zu verwirklichen.
  • Um in Zukunft erfolgreich zu sein, denken wir voraus und verfolgen nur, was Fortschritt und Erfolg verspricht. 
  • Unsere Handwerksbetriebe und Kunden vertrauen ihre Gelder einer attraktiven Organisation an.
  • Unsere Tätigkeit und unsere Organisation im Innen- und Außendienst sind von dem erkennbaren Nutzen für unsere Betriebe und Kunden bestimmt.
  • Unsere Mitarbeiter fühlen sich ein einem von Offenheit und Kooperationsbereitschaft geprägten Umfeld persönlich verantwortlich für die individuelle Zufriedenheit unserer Kunden und damit für den Erfolg der Handwerkskammer Rheinhessen.
  • Unsere Mitarbeiter verwirklichen engagiert die Ziele durch Aufgaben, die Freude machen und an Arbeitsplätzen, die Freiräume zur persönlichen Selbstentfaltung eröffnen.
  • Unsere Führungskräfte wirken als Vorbilder, insbesondere in ihrer Eigeninitiative und der Fähigkeit, gestalterisch vorausdenkend zur Entwicklung der Handwerkskammer Rheinhessen beizutragen.

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Rechtsgrundlage des Handwerks und seiner Organisationen in Deutschland ist das Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung oder HwO). Die Handwerksordnung trat am 24. September 1953 in Kraft und wurde seither mehrfach geändert und ergänzt.

Nach der Handwerksordnung gehört ein Gewerbe dann zum Handwerk, wenn es handwerksmäßig betrieben wird und in einer der Anlagen der Handwerksordnung aufgeführt ist. Man unterscheidet zwischen zulassungspflichtigen Handwerken, zulassungsfreien Handwerken und handwerksähnlichen Gewerben.

Auf eine exakte Definition des Handwerks hat der Gesetzgeber jedoch verzichtet und es auch nicht wie zum Beispiel in anderen europäischen Ländern auf bestimmte Betriebsgrößen festgelegt. Das Handwerk erhält dadurch Raum, sich an wirtschaftliche und technische Entwicklungen anzupassen.

Entstehung und Entwicklung der Handwerksordnung

Es gab drei wegweisende Meilensteine:

1953: 

 

 

 

   

Mit der ersten Fassung der Handwerksordnung wurde eine einheitliche gesetzliche Grundlage für das Handwerk geschaffen. Der handwerkliche Befähigungsnachweis (Meisterprüfung) wurde als Regelzugang zur Ausübung eines Handwerks verankert. Dieser Befähigungsnachweis gibt 3 Rechte:

  • Eintragung in die Handwerksrolle und damit berechtigte Ausübung
  • Führung des Meistertitels
  • Berechtigung zum Einstellen und Ausbilden von Lehrlingen.

Im Gewerbeverzeichnis waren ursprünglich 125 zulassungspflichtige Handwerke aufgeführt.

1965:

 

Mit der HwO-Novelle 1965 wurden die handwerksähnlichen Gewerbe eingeführt. Sie können ohne Meisterprüfung ausgeübt werden. Beschäftigung und Umsatz in diesen Gewerken sind aber nur marginal. Sie sind deshalb von geringer wirtschaftlicher Bedeutung.

2004:

 

Die letzte große Änderung der Handwerksordnung trat am 1. Januar 2004 in Kraft. In der novellierten Fassung wurde die Zahl der zulassungspflichtigen Handwerke von 94 auf 41 reduziert. Qualifizierte Gesellen, Ingenieure, Hochschulabsolventen und staatlich geprüfte Techniker und gleichwertige Abschlüsse können sich nun in fast allen zulassungspflichtigen Handwerken selbständig machen.

  • ... stellt sicher, dass die Gesamtinteressen des Handwerks wirkungsvoll vertreten werden
  • ... ermöglicht umfangreiche Maßnahmen der Handwerksförderung
  • ... sichert die praxisnahe Erledigung hoheitlicher Aufgaben in Selbstverwaltung
  • ... garantiert die Unabhängigkeit und objektive Interessenwahrnehmung der Kammern
  • ... ist ein Zeichen der Solidarität im Handwerk
Allgemeines zur Mitgliedschaft

Jede Handwerkskammer führt drei Unternehmensregister:

  • die Handwerksrolle, also das Verzeichnis der Betriebsinhaber zulassungspflichtiger Handwerke
  • das Verzeichnis der Betriebsinhaber zulassungsfreier Handwerke
  • das Verzeichnis der Betriebsinhaber handwerksähnlicher Gewerbe

Wer sich im Bezirk der Handwerkskammer in einem Handwerksberuf selbstständig macht, wird in das entsprechende Unternehmensregister eingetragen. Dem Eintrag in das Unternehmensregister geht eine Beratung über die gesetzlichen Bestimmungen voraus. Dabei werden unter anderem die Voraussetzungen für die Eintragung geklärt. Falls dies der Fall ist, werden eventuelle Eintragungsvoraussetzungen geprüft und gegebenenfalls der Weg zur Erlangung derartiger Voraussetzungen aufgezeigt.

Nutzen Sie als Mitglied der Handwerkskammer unser umfangreiches Dienstleistungsangebot. Der Schwerpunkt dieses Angebotes liegt im Betriebs- und Aus- und Weiterbildungsbereich. Wir beraten Sie persönlich, bei Bedarf auch bei Ihnen vor Ort.
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Das breit gefächerte Beratungsspektrum umfasst die Bereiche

Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie unter Beratung und Aus- und Weiterbildung.