Das Handwerk ist ein eigenständiger Wirtschaftsbereich mit eigener gesetzlicher Grundlage: der Handwerksordnung. Der Handwerksbegriff umfasst eine Vielzahl unterschiedlichster Berufe und Tätigkeitsfelder in weit gefächerten Marktsegmenten.


Zum Handwerk gehören regionale kleine Betriebe ebenso wie mittelständische Firmen, die international agieren. Das Handwerk ist Zulieferer für die Industrie als auch für den privaten Verbraucher.
Die Handwerksbetriebe sind nach der Handwerksordnung in 41 zulassungspflichtigen, 53 zulassungsfreien und 57 handwerksähnlichen Gewerben tätig. Handwerk definiert sich über die in der Handwerksordnung ausgewiesenen Bereiche.

Die Organisation des Handwerks ist im Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) festgelegt.

Die 53 Handwerkskammern in Deutschland sind die gesetzliche Vertretung aller Handwerker. Für die selbstständigen Handwerker besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der für sie zuständigen Handwerkskammer.

Die Innungen bilden den Zusammenschluss der einzelnen Handwerksberufe. Durch die Innungen werden vor allem die berufsspezifischen Belange vertreten und gemeinsame gewerblichen Interessen der Innungs-Mitglieder gefördert. Auch bei der Lehrlingsausbildung wirken die Innungen mit. Die Mitgliedschaft bei einer Innung ist freiwillig. Alle Innungen einer Stadt, eines Landkreises oder einer bestimmten Region bilden zusammen eine Kreishandwerkerschaft.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) vertritt die Interessen von mehr als ein Million Handwerksbetrieben in Deutschland mit über fünf Millionen Beschäftigten, rund 400.000 Auszubildenden und einem Jahresumsatz von 500 Mrd. Euro. Als Spitzenorganisation der Wirtschaft mit Sitz im "Haus des Deutschen Handwerks" bündelt er die Arbeit von 53 Handwerkskammern, 48 Fachverbänden des Handwerks auf Bundesebene sowie bedeutenden wirtschaftlichen und sonstigen Einrichtungen des Handwerks in Deutschland. Die 53 Handwerkskammern in Deutschland bilden gemeinsam den Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) mit Sitz in Berlin.